Ein typisches Projekt läuft in vier Phasen: Aufnahme (2–3 Termine, Umfang und Ziele klären), Konzept (Struktur, Design, Testszenarien), Umsetzung (Entwicklung, Inhalte, Abnahmen) und Betrieb (Wartung, Weiterentwicklung). Auf Kundenseite braucht es einen entscheidungsbefugten Ansprechpartner, auf Dienstleisterseite ein festes Kernteam. Für die Dauer eines mittleren Projekts sollten Sie intern zwei bis vier Stunden pro Woche einplanen.
Wie beginnt ein Projekt sinnvoll?
Nicht mit einem Angebot, sondern mit einem Gespräch. Zwei bis drei Termine, in denen Ziele, Zielgruppe, aktuelle Situation, Erfolgskriterien und Rahmenbedingungen (Budget, Termin, Ressourcen) geklärt werden. Erst danach entsteht ein belastbares Angebot — nicht davor.
Wer ohne Vorgespräch einen Festpreis nennt, rechnet meist mit Puffer nach oben oder mit Nachverhandlung im Projekt. Beides ist unschön. Eine kurze bezahlte Vorphase ist häufig die ehrlichere Lösung.
Welche Rollen gibt es im Projekt?
- Ansprechpartner auf Kundenseite: eine Person, die Entscheidungen treffen darf. Bei mehr als einer entstehen Verzögerungen.
- Projektleitung auf Dienstleisterseite: koordiniert Team, Termine, Freigaben — Ihr Hauptkontakt.
- Fachliches Kernteam: Designer, Entwickler, Content — nicht wechselnd, sondern stabil über das Projekt.
- Fachbereich beim Kunden: liefert Inhalte, prüft Ergebnisse, testet mit realen Daten.
Wie laufen Abstimmungen und Freigaben?
In festen Rhythmen: wöchentliche Kurzabstimmung (30–45 Minuten), meilensteinbezogene Reviews (1–2 Stunden), gebündelte Rückmeldungen statt tröpfchenweisem Kommentieren. Wer Feedback stundenweise verstreut, verlängert jede Runde um Tage.
Freigaben laufen schriftlich mit klarer Zuständigkeit. „Ich schaue nochmal mit dem Team“ ist keine Freigabe — sondern ein Termin, den es zu setzen gilt.
Woran erkennen Sie gute Zusammenarbeit?
- Es wird Klartext gesprochen — auch bei unangenehmen Themen (Terminverzug, Kostenrisiko).
- Entscheidungsvorlagen kommen mit Optionen und einer Empfehlung, nicht als Fragebogen.
- Rückmeldungen werden binnen 24 Stunden aufgenommen, auch wenn die Antwort noch dauert.
- Rechnungen sind so nachvollziehbar wie ein Handwerker-Beleg — nicht als Blackbox „Beratung 20 h“.
Was passiert, wenn etwas schiefgeht?
In jedem Projekt läuft etwas nicht wie geplant. Entscheidend ist der Umgang damit: früh benennen, Alternativen aufzeigen, Kosten und Termine transparent halten. Wer Probleme verschleiert, macht sie größer. Wir informieren proaktiv, sobald sich ein Risiko abzeichnet — nicht erst, wenn es eingetreten ist.
Wie geht es nach dem Start weiter?
Der produktive Betrieb ist der Anfang, nicht das Ende. Wartung, kleinere Anpassungen und die Auswertung erster Ergebnisse gehören zur Zusammenarbeit — meist als monatliches Kontingent oder als Servicepauschale. Wer diesen Teil vergisst, verliert die Investition schneller als nötig.
Gute Projekte scheitern selten am Können. Sie scheitern am Umgang miteinander.