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Landingpage oder Corporate-Website: Wann welche Form?

Veröffentlicht 09.09.2026 · 6 Min. Lesezeit

Kurz beantwortet

Eine Landingpage bündelt Besucher aus einer klar definierten Quelle auf ein einziges Ziel — meist eine Anfrage, ein Termin oder ein Download. Eine Corporate-Website erzählt das gesamte Unternehmen und bedient viele Zielgruppen. Beide Formen ergänzen sich: die Website als dauerhafter Anker, die Landingpage als scharf geschnittene Spitze für Kampagnen und einzelne Angebote.

Wodurch unterscheidet sich eine Landingpage von einer Corporate-Website?

Der zentrale Unterschied liegt im Fokus. Eine Landingpage hat genau ein Handlungsziel und blendet alles aus, was davon ablenkt — Navigation, verzweigte Angebote, Nebenthemen. Eine Corporate-Website muss dagegen Rollen für Kunden, Bewerber, Partner und Presse gleichzeitig erfüllen.

Das schlägt sich in der Struktur nieder: Landingpages sind meist einseitig, klar linear und optimiert auf eine Kernaussage. Unternehmensseiten haben Sitemaps mit dutzenden Knoten.

Wann sollten Sie zur Landingpage greifen?

  • Sie schalten bezahlte Anzeigen für ein einzelnes Angebot und möchten die Conversion messbar erhöhen.
  • Sie testen ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung vor der vollen Integration.
  • Sie sprechen eine spezifische Region, Branche oder Persona an, für die die Hauptseite zu allgemein bleibt.
  • Sie planen eine Messe- oder Event-Kampagne mit definiertem Zeitfenster.

Wann führt kein Weg an einer Corporate-Website vorbei?

Sobald mehrere Angebote, mehrere Zielgruppen oder ein Karrierebereich zusammenkommen, wird die Landingpage zu eng. Eine Corporate-Website trägt die Marke als Ganzes, dient als Anlaufpunkt für Recherche und bildet die Grundlage für organische Sichtbarkeit über viele Themen hinweg.

Ein weiterer Punkt: Vertrauen entsteht über Kontext. Impressum, Team, Referenzen, Presse — all das gehört auf die Hauptdomain, nicht auf eine isolierte Kampagnenseite.

Wie spielen beide Formen zusammen?

Am wirksamsten arbeitet ein zweistufiges Setup: Die Corporate-Website bildet Angebot, Marke und Substanz ab. Landingpages docken thematisch an, verweisen aber inhaltlich klar auf die Hauptseite — für den zweiten Klick, den Nachweis und die Referenzen.

Landingpages überzeugen im Moment. Die Corporate-Website trägt das Vertrauen darüber hinaus.

Häufige Fragen

Wie viele Landingpages sind sinnvoll?

Es gibt keine feste Zahl, aber die Regel lautet: Jede Landingpage braucht eine eigene Quelle und ein eigenes Ziel. Fünf gut gepflegte Kampagnenseiten wirken stärker als zwanzig halb aktuelle.

Sollen Landingpages auf der Hauptdomain liegen?

In den meisten Fällen ja. Das schont Vertrauen, spart eine getrennte technische Infrastruktur und erlaubt eine saubere Nachverfolgung. Nur wenn Marke und Angebot klar getrennt geführt werden, ist eine eigene Domain begründbar.

Braucht eine Landingpage eine eigene SEO-Strategie?

Für bezahlte Anzeigen ist SEO zweitrangig. Wenn die Landingpage aber auch organisch Besucher gewinnen soll, muss sie thematisch scharf sein und darf keine dünnen Kopien anderer Seiten der Hauptdomain sein.

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